ARGE MED-Newsletter 12/2021


Der „Fall Minna“: Eltern klagen Absicherung für ihre schwerbehinderte Tochter ein

 

Ein Fall, der niemanden kalt lässt: Bei der Geburt zeigte ein Mädchen zuerst keine Lebenszeichen, erlitt dann schwere Hirnschäden. Ob das Verschulden beim Arzt oder bei der Mutter liegt, wird jetzt gerichtlich abgehandelt – potentiell könnte es sich um den höchsten veröffentlichten Arzt-Haftungsfall in Österreich handeln.

 

In der Tageszeitung DER STANDARD erschien ein ausführlicher Artikel zu diesem aktuell gerichtsanhängigen Arzthaftungsfall, der an das derzeit in Österreich als Top-Standard versicherbare Summenniveau von € 10 Mio Schadenersatz herankommen könnte.

Für die eigene Berufsabsicherung interessant: Im Artikel wird auch genau beschrieben, auf welcher Basis Schadenersatzansprüche gegen Ärzte berechnet werden.

 

Die Eckdaten: Bei der Geburt kommt es zu einer Gehirnschädigung, die nach vorliegendem Gutachten die voraussichtliche Lebenserwartung aber kaum reduziert. Bei angenommener Pflegestufe 7 ergeben sich somit Monat für Monat maximale Pflegekosten, die bei einer prognostizierten Lebenserwartung von 83 Jahren, nebst Schmerzengeld und Trauerschäden, eine Rekord-Schadenersatzhöhe bedeuten könnten.  

 

Solche Fälle sind natürlich selten, zeigen aber die Wichtigkeit ausreichenden Versicherungsschutzes. Der Aufwand für die Abwehr in einem Gerichtsverfahren und die allfällige Pflicht, für einen solchen Haftungsfall tatsächlich einzutreten, kann von einer Haftpflichtversicherung natürlich nur mit einer ausreichend hoch vereinbarten Versicherungssumme getragen werden.

Ihr Berater unterstützt Sie gerne bei einer erforderlichen Anpassung Ihrer Arzt-Haftpflichtversicherung an zeitgemäße Summenhöhen!

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