
Künstliche Intelligenz steigert Unternehmenspotenziale - und bietet neuartige Tools für Cyber-Angriffe
Unternehmen nutzen KI zur Optimierung, Vereinfachung und Automatisierung von Prozessen und Abläufen – Kriminelle setzen KI zur Schwachstellenanalyse und Vortäuschung falscher Tatsachen ein: die zwei Seiten einer an sich segensreichen Technologie.
Basics im Alltag
KI erledigt komplexe Aufgaben, analysiert in „Nullkommanix“ riesige Datenmengen, eruiert Muster und Zusammenhänge, zieht Schlussfolgerungen und generiert intelligente Lösungen für unterschiedlichste Branchen. So etwa übernimmt KI Sprach- und Textverarbeitung, personalisierte Dienste im E-Commerce oder generiert Content, um nur einige Beispiele herauszugreifen. Damit werden Träume wahr und manche Albträume Realität, denn wie jedes Werkzeug kann auch KI missbraucht und für Attacken auf Unternehmen genutzt werden - ein Griff in den offenen Werkzeugkoffer genügt. Kurzum: KI ist im Wirtschafts- und Produktionsalltag ebenso angekommen wie im Alltag krimineller Anwender.
Mit System ins System
Heutzutage müssen Angreifer nicht mehr wissen, wie man IT-Systeme knackt – sie müssen nur wissen, wie man leicht zugängliche KI-Werkzeuge einsetzt. Die Einstiegshürde sinkt, die Häufigkeit und „Qualität“ automatisierter Cyber-Angriffe steigt, das Risiko für Unternehmen wächst enorm: KI sammelt und analysiert in Sekunden öffentlich zugängliche Informationen aus Websites oder sozialen Netzwerken - auch Datenlecks sind eine ergiebige Quelle - erstellt anhand dieser Daten detaillierte Profile von Personen und Betrieben, generiert personalisierte Phishing-Mails, Deep-Fake-Anrufe oder täuschend echte Videos. Da stimmt jedes Detail von Stimme und Tonfall bis zum Hintergrundgeräusch, genauso überzeugend wirken E-Mails - von Stil bis Logo und Signatur. Und schon werden Fake-Anweisungen befolgt, die von den Verantwortlichen nie ausgegeben wurden. Darüber hinaus identifiziert KI über automatisierte Scans Schwachstellen in Systemen wie etwa veraltete Software, offene Ports oder ungesicherte Schnittstellen – besonders häufig sind Sicherheitslücken bei der Hard- und Software industrieller Produktionsanlagen. Zudem umgeht eine anhand der Analysen mittels KI programmierte Schadsoftware meist erfolgreich die eingerichteten Schutzmechanismen.
Gefährdungen erkennen
Blinde Flecken in der IT-Architektur bieten ideale Angriffspunkte – vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen fehlt es oft an Übersicht: Welche Systeme, Benutzerkonten oder Cloud-Dienste sind aktiv? Werden die installierten Systeme regelmäßig aktualisiert? Sind sie über Multifaktor-Authentifizierungen ausreichend geschützt oder öffnen womöglich in der Vergangenheit eingerichtete Fernzugänge Cyber-Angriffen Tür und Tor? Standardlösungen für IT-Sicherheitsmaßnahmen reichen meist nicht aus, Firewalls und Antivirenprogramme bieten nur eingeschränkten Schutz und werden bei modernen Bedrohungen mit einfachen Methoden umgangen, etwa über Fake-Links zu gefälschten Login-Seiten – ohne dass man im Unternehmen zunächst etwas davon mitbekommt.
Aktiv bleiben
Begegnen Sie solchen Szenarien proaktiv und setzen Sie nicht nur auf Technik, sondern auch auf ein „waches“ Umfeld im Unternehmen, also auf Transparenz, Überblick und Kontrolle, auf sichere Prozesse, auf geschulte Mitarbeiter:innen, die über mögliche Gefährdungen Bescheid wissen, sowie auf fachkundige Beratung und Begleitung. Ein aufgestocktes Budget für mehr IT-Sicherheit ist bestimmt keine Fehlinvestition, ebenso zu empfehlen ist eine individuell abgestimmte Versicherung, die bei einem erfolgten Cyber-Angriff die oft extremen finanziellen Verluste und Belastungen für Unternehmen bzw. persönlich haftende Geschäftsführer:innen abfängt.
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