frau geht wandern im wald

Mai 2026
 

 

 

Warum Ihr Zuhause heute mehr Schutz braucht als je zuvor

 

Stürme, die Dächer abdecken, Starkregen, der Keller überflutet, oder Hagel, der Fassaden und Solaranlagen zerstört – solche Extremwetterereignisse nehmen definitiv zu. Für Hausbesitzer können die Folgen existenzbedrohend sein. Naturkatastrophen verursachen in Österreich im Durchschnitt jedes Jahr versicherte Schäden von über einer Milliarde Euro. 

 

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Naturgefahren in der Eigenheim- und Haushaltsversicherung abgesichert sind, was als außergewöhnliche Naturkatastrophe gilt und welche erweiterten Deckungsmöglichkeiten sinnvoll sein können.

 
Naturgefahren nehmen spürbar zu

Heftige Gewitterzellen, lokale Überflutungen oder massive Hagelschäden verursachen jedes Jahr hohe Reparaturkosten. Betroffen sind dabei nicht nur Dächer und Fassaden, sondern auch Keller, Heizsysteme, Photovoltaikanlagen oder hochwertige Inneneinrichtungen. Wird Wasser ins Gebäude gedrückt, sind häufig auch Böden, Wände und die gesamte Einrichtung beschädigt – und die Reparaturkosten explodieren.

 

Ohne passenden Versicherungsschutz bleiben Hausbesitzer im Ernstfall schnell auf erheblichen Kosten sitzen.

 

Eigenheimversicherung: Was ist wirklich abgesichert?

 

Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst, also z. B. Dach, Wände, Fenster - alle fix verbauten Bestandteile eines Hauses. In der Regel sind Schäden durch Sturm, Hagel, Schneedruck oder Blitzschlag mitversichert. Auch bestimmte Naturereignisse wie Felssturz, Steinschlag oder Erdrutsch fallen üblicherweise darunter.

 

Bei Hochwasser und Überschwemmungen wird es kompliziert – hier hängt der tatsächliche Schutz stark vom jeweiligen Vertrag ab. Oft sind diese Risiken zwar enthalten, jedoch mit begrenzten Versicherungssummen oder besonderen Bedingungen versehen. Entscheidend ist dabei, wie das jeweilige Ereignis in den Versicherungsbedingungen definiert wird.

 

Die Rolle der Haushaltsversicherung

 

Während die Eigenheimversicherung das Gebäude absichert, schützt die Haushaltsversicherung Ihr bewegliches Inventar – also Möbel, Elektrogeräte, Kleidung oder persönliche Gegenstände. Wird beispielsweise bei einem Sturm das Dach beschädigt und dadurch dringt Regen in das Gebäude ein, greift für das beschädigte Inventar die Haushaltsversicherung.

 

Außergewöhnliche Naturkatastrophen – wo Grenzen liegen können

 

Besonders wichtig ist der Blick auf sogenannte außergewöhnliche Naturkatastrophen. Darunter versteht man Ereignisse mit außergewöhnlicher Intensität oder großflächigem Ausmaß, wie etwa extreme Hochwasser oder Vermurungen. Solche Schadensereignisse können in Standardverträgen gedeckelt sein oder nur eingeschränkt ersetzt werden.

 

Gerade hier zeigt sich, wie entscheidend eine individuelle Vertragsgestaltung ist. Nicht jede Polizze bietet automatisch umfassenden Schutz bei Katastrophenschäden.

 

Erweiterte Katastrophendeckung als sinnvolle Ergänzung

 

Viele Versicherer bieten inzwischen erweiterte Katastrophendeckungen an. Diese erhöhen insbesondere die Entschädigungsgrenzen bei Hochwasser und anderen außergewöhnlichen Naturereignissen.

 

Für Immobilien in der Nähe von Gewässern, in Hanglagen oder in bekannten Überschwemmungszonen kann eine solche Erweiterung besonders sinnvoll sein. Sie sorgt dafür, dass im Ernstfall nicht nur ein Teil des Schadens ersetzt wird, sondern eine realistische finanzielle Absicherung besteht.

 

Allerdings ist eine solche Erweiterung nicht in allen Regionen möglich. Versicherer bewerten das Risiko eines Standortes sehr genau. Wird eine Immobilie erst nach mehreren Schadensereignissen versichert oder liegt sie in einer stark gefährdeten Zone, sind die Möglichkeiten oft begrenzt.

 

Warum eine regelmäßige Überprüfung wichtig ist

Immobilienwerte verändern sich, ebenso wie das Risiko durch klimatische Entwicklungen. Eine Eigenheimversicherung sollte daher regelmäßig überprüft werden. Entscheidend ist nicht nur, ob Naturgefahren eingeschlossen sind, sondern auch in welcher Höhe und unter welchen Bedingungen.

 

Nur wenn Versicherungssumme, Deckungsumfang und aktuelle Risikosituation zusammenpassen, ist Ihr Zuhause im Ernstfall wirklich ausreichend geschützt.

 

Melden Sie sich bei uns – es lohnt es sich, den bestehenden Versicherungsschutz kritisch zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen – damit Ihr Eigenheim auch im Ernstfall bestmöglich geschützt ist. Wir beraten Sie gerne!

 

Tipp: Unter www.hora.gv.at können Sie das Katastrophenrisiko für Ihren Wohnort herausfinden.

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