
Motorradboom: Mehr Unfälle, mehr Risiko
Die Sonne scheint, die Straßen sind frei: Mit dem Start der neuen Motorradsaison steigt in Österreich traditionell auch die Unfallgefahr – und die aktuelle Entwicklung gibt erneut Anlass zur Sorge. Bereits die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Zahl schwerer Motorradunfälle kontinuierlich zunimmt. 2024 wurde mit 4.468 Verletzten ein neuer Höchststand erreicht, und auch 2025 deutet sich eine weitere Verschlechterung an. In den ersten neun Monaten lag die Zahl der Verletzten bereits über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Motorrad wird immer beliebter – Risiko steigt mit
Der Trend ist eindeutig: Motorräder sind in Österreich stark im Aufwind. Während der Pkw-Bestand in den letzten 25 Jahren moderat gewachsen ist, hat sich die Zahl der Motorräder deutlich stärker entwickelt und liegt mittlerweile bei fast 700.000 zugelassenen Fahrzeugen.
Trotzdem bleibt der Pkw deutlich dominierend im Straßenverkehr. Gleichzeitig zeigt sich aber ein interessantes Ungleichgewicht in der Unfallstatistik: Motorräder machen zwar einen kleineren Anteil am Gesamtverkehr aus, sind aber überproportional stark in schwere und tödliche Unfälle involviert.
Warum?
Die Gründe sind vielfältig: mehr Motorräder, längere Saisonzeiten, riskanteres Fahrverhalten und eine gefährliche Mischung aus Unerfahrenheit (bei Jungen) und Selbstüberschätzung (bei Älteren).
Die häufigsten Ursachen für Motorradunfälle sind seit Jahren konstant:
- nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit
- das Übersehen von Motorrädern im Verkehr durch andere Verkehrsteilnehmer
Besonders kritisch sind Situationen im Ortsgebiet und auf Landstraßen, wo Motorräder oft spät wahrgenommen werden.
Ein weiterer auffälliger Punkt: Rund 40 Prozent der Motorradunfälle entstehen als Alleinunfälle – also ohne direkte Beteiligung anderer Fahrzeuge.
Schutzkleidung: Der unterschätzte Lebensretter
Fast alle Motorradfahrer:innen tragen einen Helm – doch bei der restlichen Schutzkleidung hinkt die Realität hinter den Möglichkeiten her: Nur etwas mehr als die Hälfte setzt konsequent auf vollständige Schutzausrüstung. Ein riskantes Versäumnis, denn selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten kann hochwertige Schutzkleidung schwere Verletzungen verhindern oder abmildern.
Doch es geht nicht nur um Gesundheit: Wer ohne Schutzkleidung verunglückt, riskiert auch finanzielle Nachteile. Im Schadensfall können Versicherungen das Schmerzensgeld kürzen – selbst wenn der Unfallgegner die volle Schuld trägt.
Moderne Airbag-Technologie: Besonders effektiv, aber noch zu selten genutzt: Airbag-Jacken, -Hosen oder -Westen. Diese Systeme erkennen Stürze blitzschnell und lösen den Airbag innerhalb von Millisekunden aus – oft noch bevor der Körper aufprallt. Keine umständlichen Reißleinen mehr - iIntelligente Sensoren übernehmen die Auslösung automatisch. Das Ergebnis: Weniger Knochenbrüche, weniger Abschürfungen, mehr Sicherheit.
Achtung: kein gesetzlicher Unfallschutz für Freizeitunfälle!
Im Gegensatz zu Arbeitsunfällen sind Freizeitunfälle nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt, ein Motorradunfall wäre also nur versichert, wenn Sie damit auf dem Weg in die oder von der Arbeit (Schule, Uni) verunglücken. Bei allen Fahrten, die Sie in Ihrer Freizeit unternehmen, gibt es keinen gesetzlichen Unfallschutz. Wer hier keinen privaten Schutz hat, trägt die finanziellen Folgen im Ernstfall selbst, insbesondere langfristige finanzielle Belastungen bei bleibender Invalidität.
Ohne private Unfallversicherung riskieren Sie im Ernstfall Ihre finanzielle Existenz.
Daher unser Rat: Schließen Sie unbedingt eine private Unfallversicherung ab – sie sichert Sie und Ihre Familie ab, wenn es wirklich darauf ankommt!
Melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gerne!
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