
Hochsaison für Wanderunfälle
Der Herbst ist für viele die schönste Zeit zum Wandern. Die Temperaturen sind angenehm, die Landschaft zeigt sich in bunten Farben und die Berge bieten eine beeindruckende Kulisse. Doch gerade im Herbst verändern sich die Bedingungen und damit auch die Verhältnisse auf den Wegen.
Dass das nicht unterschätzt werden sollte, zeigen die Unfallzahlen: Rund 24 Prozent aller Wanderunfälle in Österreich passieren im September und Oktober. Insgesamt müssen jährlich durchschnittlich rund 11.300 Menschen nach einem Wanderunfall im Krankenhaus behandelt werden.
Rutschige Wege und frühe Dunkelheit
Ein Wanderweg, den man im Sommer problemlos gegangen ist, kann im Herbst plötzlich ganz anders aussehen. Laub verdeckt Unebenheiten, feuchte Wurzeln und Geröll können den Untergrund im Herbst rutschig machen. Dazu kommen Nebel, früher einsetzende Dunkelheit und in höheren Lagen muss bereits mit Schnee oder Eis gerechnet werden.
Wenn die Kraft nachlässt, steigt das Unfallrisiko
Viele Unfälle passieren nicht unbedingt auf dem schwierigsten Abschnitt einer Wanderung. Rund 28 Prozent der Wanderunfälle ereignen sich gegen Ende der Tour.
Müdigkeit und nachlassende Konzentration können dazu führen, dass selbst erfahrene Wanderer einen Fehltritt machen. Wer bereits beim Aufstieg merkt, dass die Kräfte nachlassen, sollte deshalb rechtzeitig umkehren und nicht versuchen, die geplante Route unbedingt noch zu beenden.
Ein kleiner Fehltritt kann große Folgen haben
Der typische Wanderunfall ist kein spektakulärer Absturz, 94 Prozent der Wanderunfälle sind einfache Stürze durch Stolpern, Ausrutschen oder Umknicken. Besonders häufig betroffen sind dabei die Füße und Knöchel: Rund 30 Prozent der Verletzungen betreffen diesen Bereich.
Das zeigt, wie wichtig scheinbar einfache Dinge wie geeignetes Schuhwerk, ein angepasstes Tempo und volle Konzentration auf dem Weg sind.
Die eigenen Grenzen kennen
Eine Tour früher zu beenden ist keine Niederlage, sondern eine vernünftige Sicherheitsentscheidung. Tagesform, Kondition und Erfahrung sollten bei jeder Wanderung berücksichtigt werden.
Wer merkt, dass die Konzentration nachlässt, die Beine schwer werden oder die Trittsicherheit nicht mehr gegeben ist, sollte lieber umkehren. Das gilt übrigens auch dann, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Der Wunsch, mit den anderen mitzuhalten oder ein gemeinsames Ziel zu erreichen, sollte niemals wichtiger sein als die eigene Sicherheit.
Gut vorbereitet unterwegs - und richtig abgesichert
Eine gute Tourenplanung, passende Ausrüstung und eine realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit können helfen, viele Risiken zu vermeiden. Ganz ausschließen lässt sich ein Unfall leider nie.
Deshalb umfasst eine gute Vorbereitung nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern auch den passenden Versicherungsschutz. Denn ein Wanderunfall kann nicht nur kurzfristige Behandlungskosten verursachen, sondern auch langfristige finanzielle Folgen haben - etwa, wenn eine dauerhafte Beeinträchtigung zurückbleibt.
Eine private Unfallversicherung kann je nach vereinbartem Leistungsumfang unter anderem bei dauerhaften Unfallfolgen, Bergungskosten oder notwendigen Unterstützungsleistungen finanzielle Sicherheit bieten.
Wir beraten Sie gerne, welche Absicherung für Ihre persönlichen Aktivitäten und ein sicheres Gefühl am Berg sinnvoll ist.
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