FluBot, Phishing, Love-Scam: Cybercrime im Wohnzimmer

 

Einkäufe werden online erledigt, Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken geteilt, Verabredungen via WhatsApp vereinbart, Informationen im Netz recherchiert. Unser Alltag spielt sich zunehmend im Internet ab. Diese praktische Vernetzung machen sich Cyberkriminelle allerdings mehr und mehr zu Nutze. Die Bedrohungen ändern sich ständig, Angriffe werden raffinierter und Täuschungen immer glaubwürdiger.

 

Waren es 2015 noch ca. 10.000 angezeigte Fälle von Cybercrime, stiegen die Zahlen in den Jahren 2019 und 2020 sprunghaft an auf beinahe 36.000 Fälle im Jahr 2020*. Und das sind nur die gemeldeten Vorfälle, die Dunkelziffer wird von Experten um ein Vielfaches höher geschätzt.

 

Die dunkle Seite des World Wide Web

Datenmissbrauch, E-Mail-Betrug, Cyber-Erpressung … die Liste von Möglichkeiten, Opfer von Cyberkriminellen zu werden, wird immer länger. Hier einige Beispiele:

 

⇔ FluBots

  • Versand von gefälschten Bestellbestätigungen. Durch Klick auf den Link wird Fernzugriffsoftware auf Ihren Rechner gespielt. Hacker haben nun Zugriff auf Ihren PC.
  • SMS, dass eine Bestellung angeblich beim Zoll hängen geblieben ist und Sie über den Link weitere Informationen erhalten. Bei Klick auf den Link wird Schadsoftware auf Ihr Mobiltelefon gespielt.

 

⇔ Ransomware

Schadprogramme werden auf dem Rechner installiert und alle Daten auf dem PC verschlüsselt. Die Macher der Schadsoftware fordern dann Lösegeld - überlicherweise in Kryptowährung - um den Rechner wieder zu entsperren. Wichtig: Die Bezahlung ist keine Garantie für ein erfolgreiches Wiederherstellen Ihrer Daten!

 

⇔ Fake-Shops

  • Sie sehen täuschend echt aus und imitieren Online-Shops von bekannten Handelsunternehmen oder großen Marken – Waren werden allerdings nie geliefert.
  • Betrügerische Plattformen zu Urlaubsbuchungen, bei denen die Unterkunftgeber die Anzahlung nie erhalten.

 

⇔ Cybermobbing

  • Instagram- oder Facebook-Profile werden gekapert und obszöne Fotomontagen veröffentlicht.
  • Peinliche Bilder von Mitschülern oder Kollegen werden in WhatsApp-Gruppen geteilt.

 

⇔ Social Media / Urheberrechtsverletzung

  • Wer Fake-News über eine andere Person auf Facebook weiterverteilt kann strafrechtlich wegen übler Nachrede verfolgt werden.
  • Wer Bilder mit anderen Personen ohne deren Einverständnis auf Social Media Plattformen hochlädt verletzt das „Recht am eigenen Bild“ und verstößt somit gegen die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen.

 

Identitätsdiebstahl

  • Interessenten für Wohnungen, die gar nicht existieren, werden um eine Ausweiskopie gebeten – mit den Ausweiskopien werden Straftaten begangen.
  • Mit Ihren ergaunerten Daten, wie der Bankverbindung, können Betrüger auf Ihre Kosten einkaufen.

 

⇔ Phishing

Mittels seriös aussehenden E-Mails von Banken, Streaming-Diensten, etc. wird versucht, Sie zur Eingabe Ihrer persönlichen Daten auf gefälschten Seiten zu verleiten.

 

⇔ Erpressung

Sie bekommen eine E-Mail (oft von Ihrer eigenen Mailadresse!), dass Ihr Computer gehackt wurde, und die Täter nötigen Sie zu Zahlungen, da ansonsten alle Ihre Daten von Ihrem PC veröffentlicht werden.

 

⇔ Digitaler Einbruch

Hacker kapern das Smart Home: Stimmen und Musik tönen unverhofft aus Lautsprechern, die Heizung wird auf 30 Grad hochgedreht …

 

⇔ Love-Scam

Kriminelle gehen mit Internetbekanntschaften eine Liebesbeziehung ein, die Opfer werden fürsorglich umgarnt, in späterer Folge dann finanziell ausgebeutet.

 

⇔ Betrug mit Gaming-Accounts

Sie erhalten eine Nachricht, dass Ihr Steam Account gemeldet wurde, und es wird angekündigt, dass der Account geblockt wird. Man soll sich dann bei einem Mitarbeiter melden (der ist allerdings Teil des Betruges) – zur Prüfung des Accounts sollen 100 € überwiesen werden.

 

Schutz vor Cyberkriminalität

Von Cybercrime sind schon lange nicht mehr nur Unternehmen betroffen. So gibt es neben der Möglichkeit, in die bestehenden Haushaltsversicherung den Baustein Cyberversicherung zu inkludieren, mittlerweile auch eigenständige Cyberversicherungen für Privatpersonen.

 

In neueren Polizzen der Haushaltsversicherung ist Deckung von Schäden durch Cybercrime teilweise bereits enthalten, ältere Polizzen bieten hingegen oft noch keinen Schutz gegen Internetbetrug.

 

Was leistet die Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung kann – je nach Versicherungsbedingungen – folgende Punkte leisten:

  • Vermögensverluste durch Daten- oder Identitätsdiebstahl absichern
  • Verluste bei Onlineeinkäufen oder -verkäufen übernehmen
  • Reparaturkosten übernehmen, falls Hardware beschädigt worden ist
  • Schäden gegenüber Dritten, wenn man unverschuldet Schadsoftware verbreitet
  • Verschlüsselungen aufheben (falls möglich)
  • Schadsoftware entfernen
  • Ev. gestohlene Daten im Internet suchen und löschen
  • Psychologische Betreuung in Fällen von Cybermobbing

 

Der Deckungsumfang der einzelnen Anbieter variiert sehr stark und je nach Intensität der Internetnutzung sollten Sie den Schutz Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.

 

Melden Sie sich bei uns, wir analysieren mit Ihnen die bestehenden Risiken und finden die passende Versicherungslösung!

 

Tipps zum Selbstschutz

 

  • E-Mails: Kennen Sie den Absender des E-Mails? Ist der Betreff sinnvoll? Erzeugt der Betreff Zeitdruck? Öffnen Sie keinesfalls Anhänge oder Links in E-Mails von unbekannten Absendern.
  • Antivirensoftware immer aktuell halten.
  • Updates regelmäßig durchführen, so werden Sicherheitslücken in Betriebssystemen geschlossen.
  • Benutzen Sie starke Passwörter und Zwei-Faktoren-Authentisierung.
  • Keine sensiblen Daten über unverschlüsselte Mails versenden.
  • Online-Shops: Prüfen Sie den Shop vor Bestellung genau. Beginnt die URL des Shops mit „https“ und ist somit über ein Verschlüsselungsprotokoll gesichert? Gibt es ein Impressum, eine Datenschutzerklärung? Eine Liste von Fake-Shops finden Sie → hier.
  • Soziale Netzwerke: Überprüfen Sie die Einstellungen, wer was über Sie sehen kann.
  • App-Stores: Laden Sie Apps nur aus den offiziellen App-Stores herunter.
  • Ungesicherte WLAN-Netzwerke: Seien Sie vorsichtig mit Ihren Daten, wenn Sie sich in öffentlichen oder ungesicherten WLAN-Netzwerken befinden, führen Sie jedenfalls kein Onlinebanking durch.
  • App von Watchlist Internet – Warnmeldungen als Push-Nachricht aufs Smartphone. → hier herunterladen

 

 

 

*Zahlen lt. Statistik Austria

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