ARGE MED-Newsletter 12/2023


Alarmstufe rot im Cyberspace: Prävention geht vor!

 

Die Digitalisierung hat die Welt schlagartig verändert und vernetzbar gemacht. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. So darf man die Cyberwelt, mit ihren scheinbar unendlichen Möglichkeiten, als Quelle ernsthafter Bedrohungen nicht unterschätzen – insbesondere in Hinblick auf die Gefahren in Verbindung mit dem Arztberuf.

 

Während Cyberangriffe vor einigen Jahren noch als Ausnahme galten, gehören sie mittlerweile zum Alltag. Die Zahl der angezeigten Cyberangriffe steigt Jahr für Jahr im mittleren zweistelligen Prozentbereich, bei einer alarmierend geringen Aufklärungsquote – die Dunkelziffer könnte noch viel höher liegen. Besonders in Gefahr sind dabei Berufsgruppen, die mit empfindlichen (personenbezogenen) Daten arbeiten, wie beispielsweise Ärzt:innen bzw. Arztpraxen. Im Glauben, dass kleine Betriebe vor Angriffen gefeit sind, wiegen sich viele Ordinationsbetreiber in falscher Sicherheit und unterschätzen daraus resultierende Schäden häufig. Sie legen mit praktisch einem Mausklick den gesamten Ordinationsbetrieb lahm und verlangen Betroffenen oftmals existenzbedrohende Wiederherstellungskosten ab. Eine der häufigsten Varianten sind Ransomware-Angriffe, bei denen die Patientendaten so verschlüsselt werden, dass man keinen Zugriff mehr darauf hat und hohe Lösegelder für deren Freigabe gefordert werden.

 

Cyberangriffe bringen oftmals eine lange Reihe an Konsequenzen mit sich, wie unter anderem:

 

→ Verlust oder Diebstahl von Patientendaten

Bei Cyberattacken können sensible und vertrauliche Gesundheitsdaten der Patient:innen gestohlen oder beschädigt werden, was zu erheblichen Datenschutzverletzungen und rechtlichen Konsequenzen führen kann.

 

→ Finanzielle Verluste

Cyberangriffe bringen oft hohe finanzielle Verluste mit sich, einschließlich der Kosten für die Wiederherstellung von Daten, Lösegeldzahlungen und Einnahmeverluste aufgrund von Betriebsunterbrechungen.

 

→ Rechtliche Konsequenzen und Verantwortung

Ärzt:innen und Arztpraxen können für Datenschutzverletzungen und Sicherheitsmängel haftbar gemacht werden, was zu finanziellen Strafen und rechtlichen Konsequenzen fuhren kann.

 

→ Imageverlust

Öffentlich bekannte Cyberangriffe können sich negativ auf das Vertrauen der Patient:innen in die Sicherheit ihrer Daten und die Praxis selbst auswirken.

 

→ Betriebsunterbrechungen

Cyberangriffe können den Betrieb der Arztpraxis erheblich stören bzw. zur Gänze lahmlegen und erhebliche finanzielle Einbußen nach sich ziehen.

Achtung: Ordinationsstillstände durch Cyberangriffe sind in den meisten, am Versicherungsmarkt erhältlichen Betriebsunterbrechungsversicherungen für freiberuflich Tätige (BufT) nicht inkludiert.

 

Better Safe than Sorry – Umso wichtiger ist es, die Praxis vor den Gefahren des World Wide Web zu schützen. Dabei hilft der richtige Versicherungsschutz. Vor kurzem noch als Exotenprodukt gehandelt, avancierte der Cyberschutz ob des Schadenausmaßes binnen kürzester Zeit zu einer der elementarsten Deckungen – mindestens so wichtig, wie die Feuerversicherung und genauso selbstverständlich wie ein Internetzugang. Die Cyberversicherung hilft dabei, die genannten Risiken abzusichern, um im Falle einer Cyberattacke bestmöglich geschützt zu sein.

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